Sportstadt Duisburg
In Duisburg wird „Sport“ nicht nur organisiert und durchgeführt, in Duisburg wird Sport gelebt. Treffender lässt sich wohl nicht erklären, warum fast ein Fünftel der Duisburger, also rund 100.000 Menschen, in dieser Stadt Mitglied in mindestens einem von über 500 Sportvereinen sind.
Die bundesweit bekanntesten Vereine der Stadt sind der MSV Duisburg aus der Fußball-Bundesliga und der FCR Duisburg, das Pendant bei den Frauen.
Im Jahr 1998 sorgten beide Vereine sogar für ein Novum in der deutschen Fußballgeschichte: Zum ersten Mal hatten ein Frauen- und ein Männerteam aus einer Stadt im selben Jahr die Endspiele des DFB-Pokals in Berlin erreicht. Die Löwinnen gewannen den Pokal, im Anschluss mussten sich die Zebras Bayern München knapp geschlagen geben.
Kein Wunder also, dass Duisburg in der Deutschen Fußball-Route NRW zu finden ist. Wie in anderen Bundesliga-Städten, können Fußballinteressierte auch in Duisburg 11 Fußball-Kultstätten besuchen: von dem Plattenladen „Die Schallplatte“ in der 1964 das Vereinslied „Der Zebratwist“ offiziell vorgestellt wurde bis hin zum Trainingsgelände des MSV an der Westender Straße in Meiderich. Die einzelnen Orte sind durch Tafeln gekennzeichnet.
Immer mehr an Bedeutung gewonnen hat in den vergangenen Jahren der EV Duisburg. Die Füchse sind im Frühjahr 2005 in die höchste deutsche Eishockey-Liga, die DEL, aufgestiegen und wollen sich dort weiter etablieren.
Durch die geographische Lage am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr sowie den zahlreichen kleinen und größeren Seen, bietet Duisburg viele Möglichkeiten für die Ausübung verschiedener Wassersportarten.
Eine erstklassige Wettkampfstätte von Weltruf ist die Regattabahn im Sportpark Duisburg. Hier messen sich regelmäßig die besten Athleten der Welt bei internationalen Kanu- und Ruderregatten. Duisburg war bereits vier Mal Gastgeber der weltbesten Kanuten. 1979, 87, 95 und 2007. Wobei die WM 2007 Maßstäbe setzte. Sie galt als die beste Kanu-WM aller Zeiten und begeisterte die teilnehmenden Sportler ebenso, wie das Publikum und die internationale Presse. Zurecht gilt die Duisburger Regattabahn unter allen nationalen und internationalen Wettkampfstätten nicht nur als schönste sondern auch beste Naturbahn. Und als besonderes Plus bietet sie ein überaus sportbegeistertes Publikum.
Aufgrund der vielen weiteren Möglichkeiten des Sportparks Duisburg haben sich mehr als 20 Sportfachverbände mit ihren Bundes- und/oder Landesleistungszentren hier niedergelassen, z.B. Fußball, Kanu, Schwimmen, Wasserball, Tanzsport, Judo, Basketball, Hockey, Kegeln, Squash, Roll- und Inlinesport. Der Sportpark ist auch Mittelpunkt des Behindertensports in Nordrhein-Westfalen.
Direkt nach Berlin kann Duisburg mit zwei Wasserskianlagen im Stadtgebiet die bundesweit höchste Dichte aufweisen.
Die Anlage im Sportpark Duisburg ist Trainings- und Wettkampfstätte
für Leistungs- und Freizeitsportler. Auch die Wasserskianlage
im Westen Duisburgs, am Toeppersee in Rheinhausen, ist national
und international anerkannt: hier wurden im Juli 2006 die offenen
sowie Deutschen Meisterschaften verschiedener Altersklassen im Trickski,
Slalom und Springen ausgetragen.
Außergewöhnliche Sportstätten finden sich auch in alten Industrieanlagen, wie z.B. im ehemaligen Hüttenwerk Meiderich, dem heutigen Landschaftspark Duisburg-Nord. Dort wird in einem alten Gasometer getaucht. Der Verein Taucher im Nordpark hat dort mit großem Engagement ein Tauchtrainingszentrum aufgebaut. Dafür wurde eine künstliche Unterwasserwelt mit künstlichem Riff, dem Wrack einer Motoryacht, einem Autoskelett und weitere Kulissen geschaffen.
Im Landschaftspark kann man aber auch in die Luft gehen: Die Sektion Duisburg des Deutschen Alpenvereins hat in den früheren Koks- und Eisenerzbunkern einen einzigartigen Klettergarten entwickelt. Die unterschiedlich steilen Wände sowie die erhalten gebliebenen Türme eignen sich ideal zum Klettern und bieten nach ihrer Besteigung einen herrlichen Überblick über das umliegende Gelände. Es gibt auch einen derzeit 150 Meter langen alpinen Klettersteig, der mittelfristig auf eine Länge von 300 Metern ausgebaut wird.
Wer noch weiter nach oben will, ist im Hochseilparcours richtig: Eisen- und Stahlkonstruktionen, flackernde Lichter, Abgründe, wankende Brücken und abenteuerliche Seilkonstruktionen bieten imposante und bizarre Eindrücke, die man sicherlich so schnell nicht vergessen wird.
Die vielen hervorragenden Möglichkeiten führten dazu, dass in Duisburg viele große Sportereignisse ausgetragen wurden. Neben Weltmeisterschaften im Kanurennsport, Deutschen Meisterschaften im Body-Building oder im Wasserski fand das bisher größte Sportevent im Jahr 2005 statt: die World Games 2005. Mehr als eine halbe Million Menschen besuchten die Wettbewerbe in den nichtolympischen Sportarten. Duisburg erwies sich dabei als perfekter Gastgeber – und das nicht nur in sportlicher Hinsicht: Auch mit der Eröffnungs- und Abschlussfeier sowie der World Games-Plaza verdiente sich Duisburg internationale Anerkennung.
Als perfekter Gastgeber hat sich Duisburg während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 präsentiert. Die italienische Nationalmannschaft hatte in der Stadt ihr Quartier bezogen. Trainiert wurde in der Schauinsland-Reisen-Arena und dem Trainingsgelände des MSV in Meiderich. Wie man nach der WM feststellen konnte, waren das hervorragende Voraussetzungen für den vierten Titelgewinn der Italiener.


